Niere-Lymphe-Bindegewebe

Die Nieren bilden den Ausgleich zwischen den beiden großen Systemen Blutkreislauf und Stoffwechsel.

Über die Lunge steht der Mensch in Kontakt mit der Außenwelt. Die Stoffwechselorgane bauen aus der umgewandelten Nahrung den Informationen der Außenwelt, die eigene innere Welt. Beide Welten oder die Energien beider Systeme treffen sich im Blutkreislauf, dessen Zentrum das Herz ist.

Die Nieren halten die Balance, das Gleichgewicht in diesem System aufrecht, indem sie absorbieren und ausscheiden. Sie machen möglich, dass es kein Zuviel oder Zuwenig im Körper gibt und halten die Kräfte in Balance, was uns wieder an die Waage erinnert.

Da die Nieren zum Element Wasser gehören und das Wasser im übertragenen Sinne für die Welt der Gefühle und der Psyche steht, geht es auch um das, was wir »seelisches Gleichgewicht« nennen.

Die Nieren, die ja paarig sind, haben einen Bezug zum Thema Beziehung und Bindung. Es kann sich um die Bindung an das Leben überhaupt handeln oder um die Bindung an Menschen. Nierenprobleme tauchen daher oftmals in Verbindung mit bestehenden Beziehungsproblemen auf, die sich scheinbar nicht lösen lassen. Meist geht es dabei um Kummer, Frustration oder Enttäuschung.

Hier kann auch die Haut als "dritte Niere" ins Spiel kommen, denn sie kann partiell Ausscheidungsaufgaben übernehmen, wenn die Nieren überfordert sind. Die Haut ist die äußerste Grenze unseres Körpers, an der wir entscheiden, wie nah wir die Welt an uns heranlassen wollen. Nähe und Abstand sind das Thema der Haut und im Ursprung auch das der Nieren, denn eine gesunde Emotionalität hängt davon ab, wie gut wir uns abgrenzen und öffnen können und wie wir mit der Welt in Beziehung treten.

Die Niere enthält aus geistiger Sicht die ursächliche Lebenskraft, mit der wir auf die Welt kommen und die wir zu einem Großteil von unseren Vorfahren geerbt haben. In der chinesischen Medizin spricht man deshalb auch von der "pränatalen schöpferischen Kraft" und meint damit die Lebenskraft, die wir bereits in das Leben mitbringen. Die Niere steht ferner für die polaren Kräfte von Sicherheit und Unsicherheit.

Das Plasma als Sinnbild des Wassers in uns ist die geheimnisvolle Welt der gestaltenden, formenden Kräfte in unserem Körper, die wir nicht bewusst wahrnehmen und die uns auch wenig interessieren, solange wir uns gut fühlen.

Meistens bringt uns erst eine Krankheit ins Bewusstsein, dass Dinge im Körper geschehen, die anscheinend nicht unserem Einfluss unterliegen, sondern einer fremden Welt angehören. Wir erkennen dann, dass jede kleinste Regung eine Auswirkung auf das Ganze hat. Das hat einen positiven Aspekt, denn jede Bemühung, jede kleine Veränderung und jeder kleine Schritt nach vorne hat ohne Zweifel Auswirkungen auf das ganze Sein.

Das lymphatische System setzt sich aus den Lymphgefäßen und den lymphatischen Geweben zusammen. Es gehören die Lymphknoten, die Thymusdrüse (Thymus), die Milz (Lien) und die Mandeln (Tonsillae) dazu. Das Lymphgefäßsystem ist ein Netzwerk feiner Gefäße, das eng mit dem Blutgefäßsystem zusammenarbeitet.

Die Lymphgefäße verlaufen neben den Arterien und Venen. Sie haben eine äußerst dünne, durchlässige Wand, die es ermöglicht, dass neben überflüssiger Zellflüssigkeit auch Bakterien sowie größere Moleküle und Partikel aus den Geweben abtransportiert werden können.

Die Lymphgefäße führen aus dem Körpergewebe überschüssige Zellflüssigkeit, Fremdstoffe und Stoffwechselprodukte ab – sind die Müllabfuhr des Körpergewebes.

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